Sängerverein Thalwil |

Wir trauern um Jean Tarakdjian

 

Die Kunde vom Hinschied unseres langjährigen Sängerkamerad stimmt uns sehr traurig

Jean Tarakdjian

6. August 1930 - 19. September 2019

Jean trat 1959 dem damaligen Sängerbund Thalwil bei. Er war der letzte Aktive, der 1969 die Fusion mit dem Männerchor Eintracht zum Sängerverein erlebte. Ende 2017 trat er zu den Passiven über, nahm aber stets am Vereinsleben teil. An der diesjährigen GV konnten wir ihm persönlich zu 60 Jahren Vereinzugehörigkeit gratulieren.

Nebst seiner Begeisterung für den Gesang war es Jean immer und bis zuletzt ein grosses Anliegen, dass der Verein zusammenhält und vorwärts schaut.

Mit dem positiv denkenden Jean verlieren wir alle einen treuen und lieben Freund.

Seiner Frau Hilde und seinem Sohn Patrick entbieten wir unser herzliches Beileid.

Diese Aufnahme entstand 2011 anlässlich der Sängerreise nach Paris.

Er war der Fels in der Brandung

Ausführlicher Nachruf folgt in Kürze.

Capella Übungsdateien 100-499

Jubiläumskonzert 2018

Hans Burkhalter zum 100. Geburtstag

 

12. Juli 2018 – Heute feiert Hans Burkhalter seinen 100. Geburtstag. Präsident Ruedi Schärer gratulierte dem ältesten Vereinsmitglied persönlich und überbrachte die Glückswünsche des Sängervereins.

Bis in die 50er Jahre sang der Metzgermeister im Gemischten Chor. 1962 trat er dem damaligen Sängerbund bei. An den Zusammenschluss vor 50 Jahren mit dem Männerchor Eintracht zum heutigen Sängereverein mag er sich noch sehr gut erinnern.
Als engagierter 2. Bass sang er bis zum Jahr 2007 und trat dann zu den Passiven über.
1986 bis 1990 stand er dem Sängerverein als Präsidenten vor.

Seit einigen Monaten wohnt nun Hans Burkhalter im Altersheim Oeggisbüel. Er freut sich auf ein Ständchen, dem wir nach den Sommerferien natürlich gerne Folge leisten werden.

Lieber Hans – der Sängerverein wünscht Dir gute Gesundheit und Wohlergehen im neu angebrochenen Dezennium.

Foto: Marianne Burkhalter, mit freundlicher Genehmigung.

Im Gedenken an Manuel Rainer

Foto: Ruedi Schärer (2017)

Tief bestürzt und traurig nehmen wir Abschied von unserem Präsidenten

Manuel Rainer

24. Mai 1953 – 15. Februar 2018

Er starb völlig unerwartet zuhause an einem Herzversagen.
Manuel Rainer trat 2013 in unseren Chor ein und wurde 2014 als Aktuar in den Vorstand gewählt. Im Zuge einer Reorganisation übernahm er im März 2017 das Präsidium und hat den Chor aus einer schwierigen Lage mit grossem Geschick und unermüdlichem Einsatz wieder in ruhigere Gewässer geführt. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar.
Manuel hat mit seiner kräftigen Bassstimme unsere Auftritte bereichert und war bei allen Einsätzen immer als erster zur Stelle.

Wir haben einen begeisterten Sänger und lieben Kameraden verloren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere seiner Partnerin Madeleine, die einen wunderbaren Menschen verloren haben.

Manuel Rainer

Der neue Sänger mit Vollbart setzte sich neben mich und stellte sich als „Manuel 2. Bass“ vor. In diesem Moment bahnte sich eine sängerische und immer mehr auch eine persönliche Freundschaft an.

Mit seinen sängerischen Vorkenntnissen im Jugendchor entwickelte sich Manuel bald zur grossen Stütze in unserem Bass Register. Ob klassische, moderne oder Seemannslieder, überall machte er begeistert mit. Speziell die Shanties hatten es ihm sehr angetan. Schon unter dem Eindruck seines Seebärenlooks und seiner kräftigen, sonoren Stimme konnte man leicht in die Welt der Matrosen eintauchen. Als Solist, mit Seemannskluft, Glocke und allem Zubehör ausgerüstet, hat Manuel wirklich echt gewirkt. Mit Begeisterung sang er deshalb auch bei den Shanty Men Stäfa mit.

Der See, das Wasser war sein Element.
Im Bootshaus seiner Familie in Kilchberg fühlte er sich wohl. Er kannte jedes vorbeifahrende Schiff, die jeweiligen Typen, die Fahrpläne und alles was sich auf dem See tummelt. Unlängst machte Manuel noch eine Ausbildung, um als Kapitän Gästen den See zu zeigen. Und auf dem Rhein absolvierte er den Radarpatentkurs. Ein Segelboot gehörte selbstverständlich auch zu seinen Leidenschaften.

Als Kind verbrachte er seine Ferien oft bei Verwandten in Basel. Erstaunlicherweise nahm er dort den Basler Dialekt an. Sobald er über den Bözberg war wechselte er auf Baseldytsch, auch noch bis ins Alter. Dort begeisterten ihn die Fasnachtsbräuche. Er war Olymper, aktiv in der Alti Garde der Olympia 1908 und organisierte deren Anlässe. Fassungslos mussten die Olymper die traurige Nachricht von seinem Ableben zwei Tage vor dem Morgestraich erfahren.

Überall wo er mitmachte tat Manuel dies mit vollem Einsatz – so auch im Sängerverein. Bald wurde er in den Vorstand gewählt. Und nach der turbulenten Generalversammlung vom März 2017 übernahm er entschlossen die vakante Stelle des Präsidenten. Diese nicht leichte Aufgabe hat ihn viel Kraft gekostet. Für ihn stand vor allem der Verein im Vordergrund, und nicht persönliche Interessen einzelner Vereinsmitglieder. Viele Aufgaben, organisatorischer, sängerischer und finanzieller Art mussten neu geregelt werden. Obschon ihn dieser Neuanfang optimistisch gestimmt hat, durfte er die Pflanze nicht wachsen sehen, deren Keim er in grosser persönlicher Aufopferung gelegt hatte.

Ein kurzes Innehalten in dieser turbulenten Zeit war das 50-Jahr Jubiläum der Vereinigung der zwei Männerchöre Sängerbund und Eintracht zum heutigen Sängerverein. Hier konnte er mit seiner sympathischen Partnerin Madeleine entspannt seine Sänger begrüssen.

So werden wir Manuel in Erinnerung behalten: engagiert, feinfühlig, humorvoll und souverän.

Im Namen des Vorstandes,
Kurt Meyer

Abendstimmung vom Bootshaus aus.

Die traurige Nachricht macht mich sehr betroffen. Ich habe Manuel mit seiner liebevollen Art und seiner Begeisterungsfähigkeit sehr geschätzt. Er hinterlässt eine grosse Lücke.

Simon Niederhauser, Kulturbeauftragter

Musikalische Leitung

Seit dem 15. Mai 2018 hat der Sängerverein Thalwil eine neue Dirigentin. Zoryana Mazko stammt aus der Ukraine und lebt seit 2005 in der Schweiz. Sie studierte Bandura, Gesang und Chorleitung an der Musikakademie in Kiew, wo die Sopranistin auch als Gesangslehrerin arbeitete und als Solistin des Stadtorchesters Kiew tätig war. Dank zahlreichen Gastspielen in Weissrussland, Russland, Schottland, England, den Niederlanden und der Schweiz verfügt sie über ein umfangreiches und stilistisch vielfältiges Repertoire. Neben den Volksliedern aus ihrer Heimat nehmen die Opernarien von Mozart, Puccini und Händel einen wichtigen Platz in ihrem Schaffen ein.

Zoryana Mazko hat sich einen Namen nicht nur als Sopranistin gemacht, sondern auch als Dirigentin. Nach dem Musikstudium in Kiew leitete sie den Kammerchor Leleka. 2013 nahm sie ihre Chorleitungstätigkeit auch in der Schweiz auf – als Dirigentin des Männerchors Brittnau. Zwischenzeitlich war sie als Chorleitungsassistentin und Stimmbildnerin beim «Chor der Nationen» tätig, seit 2016 leitet sie den reformierten Kirchenchor Zollikofen und die Trachtengruppe Oftringen.

Zoryana Mazko absolvierte schon 2003 den Meisterkurs Gesang bei Elisabeth Glauser in Solothurn, 2013 schloss sie ihr Masterstudium in Schulmusik an der Hochschule für Musik in Luzern ab. Sie unterrichtet als Musiklehrerin an der Primarschule Dietikon und in Beinwil am See wo sie auch Solo-Gesangstunden erteilt. Zuvor war sie als Musiklehrerin in Brittnau sowie als Gymnasiallehrerin für Musik an der Kantonsschule Olten tätig gewesen.

www.zoryana-mazko.com

Audio Dateien

Video Clips

Sängerchnelle in der Trotte während der Chilbi 2017